UNESCO Weltkulturerbe: Galle Fort, Sri Lanka

Galle Fort
Die Festung (Fort) in Galle ist UNESCO Weltkulturerbe

Unsere letzte Stadt auf der Reise durch Sri Lanka sollte Galle Fort sein. Die Bucht von Galle liegt vor der Südwestküste Sri Lankas, geschützt von einer felsigen Halbinsel. Die bisherigen Städte in Sri Lanka haben uns eher unbeeindruckt gelassen. Daher waren wir gespannt, ob und wie sich Galle von den anderen Städten unterscheidet – schließlich ist das Fort auf der Liste des Weltkulturerbes.

Die Geschichte von Galle Fort

Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt im südwesten Sri Lankas von den Portugiesen gegründet. Aus der Zeit der portugiesischen Besatzung sind jedoch nur wenige Überreste erhalten, den ein Jahrhundert später, im Jahr 1640, fiel die befestigte Stadt in die Hand der Niederländer. Seinerzeit gehörte der Hafen zu den wichtigsten des Landes. Seinen Höhepunkt in der Entwicklung erhielt Galle Fort im 18. Jahrhundert, vor der Ankunft der Briten.

Die heute noch gut erhaltene Festung stammt aus der Zeit der Holländer. 1640 beschlossen sie, die unsichere portugiesische Wehranlage zu ersetzen, die teilweise aus Palisaden und Erdwällen bestand. Sie umschlossen die gesamte Halbinsel mit einer befestigten Steinmauer, um sie gegen die englische, französische, dänische, spanische und portugiesische Marine unangreifbar zu machen, die mit Holland um die Vorherrschaft des Meeres konkurrierte.

Die von den Niederländern erbaute Festung besteht heute noch, mit nur wenigen Änderungen. Sie hat eine Fläche von 52 Hektar innerhalb des Forts, die von 14 Bastionen verteidigt wurde. Der größte Teil der Außenfassaden wurde 1663 erbaut.

Die Festung Galle Fort in Sri Lanka

Die Festung Galle Fort in Sri Lanka

Galle Fort als Unesco Weltkulturerbe

Die Unesco setzte Galles Altstadt 1988 auf die “World Heritage List”. Aus ihrer Sicht ist Galle Fort

“das beste Beispiel für eine befestigte Stadt, die von Europäern in Süd- und Südostasien erbaut wurde und die das Zusammenspiel zwischen europäischen Baustilen und südasiatischen Traditionen zeigt.”

Sehenswürdigkeiten in Galle Fort

  • Der Leuchtturm
  • Das archäologische Museum
  • Die Bastionen
  • Die Kirchen
  • Die Architektur der Stadt

Bei unserem Tagesaufenthalt im März 2019 sind wir entlang der Festungsmauer, dem Wall, gelaufen. Galle Fort selbst kostet keinen Eintritt. Wir kamen zu ein paar Treppen, die zum “Flag Rock” (Flaggenfelsen) führten. Man machte sich den natürlich vorkommenden Felsvorsprung zu nutze, um eine Bastion zu errichten.

Galle Fort Lighthouse Street

In der Lighthouse Street kann man die Architektur, die die Europäer mitgebracht haben, gut erkennen.

Galle Fort Leuchtturm und Strand

Vom Flag Rock hat man einen guten Blick auf das Meer, den Strand und den gegenüberliegenden Leuchtturm. Der Leuchtturm in Galle ist übrigens auch ein tolles Fotomotiv. Dahinter befindet sich ein kleiner Strandabschnitt, Lighthouse Beach, bei dem ein paar Menschen das gute Wetter zum Baden nutzten. Die Wellen rund um das Fort sind zu hoch, um dort Schwimmen zu gehen. Der Abschnitt bei Lighthouse Beach ist jedoch von Felsen abgeschirmt, so dass die Wellen hier viel sanfter sind – perfekt für das Baden im Meer.

Leuchtturm Galle Fort

Der Leuchtturm wurde nach dem Tsunami in 2004 wieder saniert.

Lighthouse Beach Galle Fort

Der Strandabschnitt hinter dem Leuchtturm lädt zum Baden ein.

Besuch des archäologischen Museums in Galle Fort

Wer sich für die Geschichte von Galle Fort interessiert, kann dem National Maritime Archaeology Museum in der Queens Street einen Besuch abstatten. Es wurde am 9. Mai 1992 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und befindet sich in einem niederländischen Lagerhaus von 1671.

Während das Lagerhaus, in dem sich das Museum befindet, die Auswirkungen des Tsunamis vom 26. Dezember 2004 überstand, wurde die angrenzende Abteilung für Meeresarchäologie vollständig zerstört. Die Ausstellung wurden durch Überschwemmungen beschädigt und die Mehrzahl der archäologischen Fundstücke aus dem Meer gingen verloren. Nach drei Jahren Wiederaufbau wurde das Schifffahrtsmuseum wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Museum hat täglich von 8:30 – 17.00 Uhr geöffnet.

Die 14 Basteien in Galle Fort

Neben dem Flag Rock existieren noch 13 weitere Bastionen:

  • Akersloot Bastion
  • Aurora Bastion
  • Clippenberg Bastion
  • Fishmark Bastion
  • Moon Bastion
  • Neptune Bastion
  • Rock Beach Bastion
  • Sun Bastion
  • Triton Bastion
  • Zwart Bastion

Die Bastionen Aeolus und Star sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich, da er Teil einer Militärbasis sind.

Während einige der Bastionen ihre ursprünglichen niederländischen Namen behalten haben, wurden die Bastionen Triton, Aeolus, Neptun und Aurora von den Briten umbenannt.

Die Kirchen in Galle Fort

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kirchen und der Dom der Stadt Galle. Ein Wahrzeichen ist die Kathedrale St. Mary, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. All Saints‘ Church ist eine anglikanische Kirche innerhalb des Galle-Forts in Galle, Sri Lanka und befindet sich an der Church Road. Die Groote Kerk oder Dutch Reformed Church befindet sich in der Nähe des Eingangs zum Fort. Die 1755 von den Holländern erbaute Kirche ist eine der ältesten protestantischen Kirchen, die noch heute im Land genutzt wird.

Dutch Reformed Church Galle Fort

Die Dutch Reformed Church gehört zu den ältesten protestantische Kirchen in Sri Lanka.

Unser Abendessen in Galle Fort

In Galle Fort haben sich viele Restaurants etabliert, die vor allem bei Touristen beliebt sind. Die Preise sind aber ebenfalls auf Touristen-Niveau. Wir wollten stattdessen in einem lokalen Restaurant mit authentischer srilankischer Küche speisen und haben uns für “Imals Restaurant” in 36 Lighthouse Street entschieden.

Die Entscheidung war ein Glücksgriff. Die Speisen wurden frisch zubereitet und der Inhaber war sichtlich erfreut, dass wir unsere Teller leer gegessen hatten.

Galle Fort bei Nacht

Nach dem Abendessen haben wir uns in einer Hotelbar noch einen Gin and Tonic gegönnt.

Galle Fort Selfie

Am 29. März haben Alex und Matthes Galle Fort besucht.

Matthes

Matthes

Wenn es ums Reisen geht, kennt Matthes keine Kompromisse.

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