Die 7 schönsten Nationalparks und Naturschutzgebiete in Namibia

Namibia ist ein Land im südlichen Afrika. Es beherbergt einige der schönsten Wildparks und Naturreservate der Welt. Während unserer Namibia Reise haben wir uns die unberührte Natur mit eigenen Augen angesehen, darunter im Etosha-Nationalpark beinahe einen Zusammenstoß mit einem Büffel erlebt.

Namibia beherbergt eine große Diversität an Landschaften und unberührter Natur. Sei es der Etoscha Nationalpark im Norden, das zentral gelegene Erindi Private Game Reserve oder der Dorob Nationalpark in der Nähe von Swakopmund und Walvis Bay im Westen: Das Land hat die beeindruckendsten Nationalparks der Welt, die wir euch in dem Beitrag kurz vorstellen möchten.

1 Die Tierwelt während einer Safari im Etosha Nationalpark beobachten

Der Etosha-Nationalpark ist eines der beliebtesten Reiseziele in Namibia. Der bekannteste Nationalpark im Land erstreckt sich über eine Fläche von 22.270 Quadratkilometern und beherbergt eine Vielzahl von Wildtieren, darunter Löwen, Elefanten, Giraffen und Nashörner.

Mehr als 200 Vogelarten haben hier ihr Zuhause. Eine Besonderheit sind dabei die seltenen und gefährdeten Spitzmaulnashörner sowie die etwas häufigeren Breitmaulnashörner, die Du mit etwas Glück im Park entdecken kannst.

Antilope im Etosha Nationalpark
Springbok im Nambias beliebtesten Nationalpark

Der Park ist riesig, so dass ihr euch vorab einige Ziele aussuchen solltet. Wir empfehlen euch einen Abstecher zum Okaukuejo Waterhole – ein toller Ort, um Tiere zu beobachten. Elefanten und andere Tiere kommen vor allem in der Trockenzeit zum Wasserloch, um zu trinken oder im warmen Wasser zu baden. Das sorgt für erstaunliche, unvergessliche Beobachtungen.

Die Etosha-Pfanne ist weiß, weil sie aus einer Salzkruste besteht und keinen Sand enthält. Das gibt ihr auch ihren Namen, denn in der Sprache der Einheimischen bedeutet Etosha „Großer weißer Ort“. Das Schutzgebiet war einst Teil eines riesigen Sees, der vor langer Zeit austrocknete. Wenn die Salzpfanne in der Mitte nass ist, hat sie eine eher bläulich-graue Farbe.

Zebras und Giraffen trinken aus einem Wasserloch in Namibias Nationalpark Etosha
Zebras und Giraffen trinken aus einem Wasserloch

Du kannst auf eigene Faust durch den Namibia Nationalpark fahren, solltest dich aber unbedingt an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten und deine Umgebung immer aufmerksam beobachten.

Uns ist seinerzeit ein Büffel direkt vor das Auto gelaufen. Wir haben eine Vollbremsung hingelegt und hatten Glück, dass das Tier keine Konfrontation mit uns gesucht hat.

Der Etosha Nationalpark wird uns für immer im Gedächtnis haften bleiben. Du wirst riesige Elefantenherden, Antilopenarten wie Impalas, Zebras, afrikanische Wildhunde und vielleicht sogar Leoparden und Löwen sehen, die in den weiten Graslandschaften dieses Parks frei herumlaufen.  Man kann an diesem Park sehen, wie wichtig es ist, großflächige Lebensräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten unter Naturschutz zu stellen.

2 Löwen im Khaudum Nationalpark erspähen

Der Khaudum-Nationalpark liegt im Westen des Caprivi-Streifens im Nordosten von Namibia und an der Grenze zu Botswana. Der Park hat eine Fläche von etwa 3,900 km² und beherbergt große Elefantenherden. Der zu den wildesten und ursprünglichsten Naturschutzgebiete Namibias gehörende Park ist nach dem Khaudum-Fluss benannt, der durch den Nationalpark verläuft.

Die Vegetation ist von Trockensavanne und Miombo-Wäldern geprägt. Außerdem gibt es Überschwemmungsgebiete und trockene Flussbetten. Die vielfältige Tierwelt des Khaudum-Nationalparks umfasst neben den bereits erwähnten Elefanten auch Leoparden, Löwen, Hyänen, Geparden, Nashörner, Büffel und über 300 verschiedene Vogelarten. Innerhalb des Parks gibt es auch einen Campingplatz, wenn Du vorhast, ganz früh am Morgen Tiere zu beobachten.

Kudus im Khaudum Nationalpark
Kudus trinken aus einem Wasserloch im Khaudum Nationalpark

3 Liegt in einem der schönsten Naturschutzgebiete: Fish River Canyon

Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon in den Vereinigten Staaten der zweitgrößte Canyon der Welt. Er ist 160 Kilometer lang und an manchen Stellen bis zu 27 Kilometer breit. Der zu den bekanntesten Nationalparks in Namibia gehörende Park ist ein beliebtes Wanderziel und bietet atemberaubende Ausblicke auf die unendlichen Weiten der namibischen Landschaft.

Fish River Canyon Nationalpark
Köcherbaum und Ausblick auf den Fish River Canyon von der Fish River Lodge.

Der Fish River ist der längste Binnenfluss des Landes. Er schneidet tief in das Gebiet ein, das derzeit trocken, steinig und mit wenigen Pflanzen bewachsen ist, die der Hitze widerstehen. Um so schöner fügen sich die Köcherbäume in die Landschaft ein.

Im Spätsommer überschwemmt der Fluss das Gebiet, während im Rest des Jahres nur eine Kette von langen, schmalen Tümpeln übrig bleibt.

Bei deinem Besuch dieses Parks kannst Du dem Thermalbadeort Ai-Ais einen Besuch abstechen. Er liegt im unteren Teil des Fish River Canyons. 70 km nördlich von Ai-Ais gibt es in der Nähe von Hobas öffentliche Aussichtspunkte. Der grenzübergreifende /Ai /Ais-Richtersveld Transfrontier Park befindet sich in diesem Teil des Canyons.

Fish River Canyon
Fish River Canyon

4 Namibias Waterberg Plateau Nationalpark erklimmen

Der Waterberg Plateau Nationalpark liegt an der Ostseite des zentralen Hochlands und umfasst eine Fläche von über 400 Quadratmeilen. Das Zentrum des Nationalparks und gleichzeig Namensgeber ist der Tafelberg, der hoch über den Ebenen im Osten Namibias liegt. Manche Leute meinen, er sei sogar beeindruckender als der Tafelberg in Südafrika.

Waterberg Plateau Nationalpark

Die Waterberg-Wildnis ist ein grünes Gebiet, das sich in der Kalahari-Region befindet. Akazienbüsche, immergrüne Bäume, Laubwälder und Grasland schaffen eine Umgebung, in der eine Reihe von bedrohten Tierarten überleben. Das Spitzmaulnashorn, das Breitmaulnashorn, die Giraffe, die Oryxantilope, der Kudu, die Pferdeantilope, die Rappenantilope und eine Reihe anderer kleinerer Tiere gehören zu den beliebtesten Arten. Das Gebiet ist ein hervorragender Ort, um Wildtiere zu schützen, denn es ist schwierig, das Plateau zu erreichen. Wir haben das Gebiet bewandert. Wenn Du stattdessen Tiere beobachten willst, solltest du einen Game Drive buchen.

5 Afrikas Wüste im Namib Naukluft Nationalpark bestaunen

Der Namib Naukluft Nationalpark ist der größte Nationalpark in Namibia. Er erstreckt sich über eine Fläche von 49.768 Quadratkilometern und beherbergt eine Vielzahl von Landschaften, darunter Wüste, Berge und Küstenlinie. Der Park beherbergt auch eine Reihe von seltenen und gefährdeten Tierarten, darunter das Spitzmaulnashorn. Historikern bietet der Nationalpark im norden Namibias uralte archäologische Stätten, die mehr als 200.000 Jahre alt sind.

Namib Naukluft Nationalpark

Die hoch aufragenden Sanddünen von Sossusvlei sind wahrscheinlich die berühmteste Sehenswürdigkeit des ganzen Landes. Die roten Sanddünen der Namib-Wüste bilden eine atemberaubende Kulisse für die verdorrten und verbrannten schwarzen Bäume, die unten aus dem weißen Sand herausragen. Außerdem gedeiht dort eine der bizarrsten Urpflanzen der Welt, die Wüstenpflanze Welwitschia. Dieses Mosaik aus kontrastreichen Farben muss man einfach gesehen haben und bietet vor allem bei Sonnenaufgang ein unvergessenes Erlebnis. Die Canyons bei Sesriem und die Bergketten innerhalb der Parks gehören zu den besten Orten, die Du erkunden solltest.

Die trockene Wüste beherbergt heute einige verlassene Städte wie Kolmannskuppe. Der Naukluft Hiking Trail gehört zu den anspruchsvollsten Wanderwegen Südafrikas. Hier gibt es einige seltene Tiere zu sehen, wie Zebras, Paviane, Hyänen, Springböcke und Kapfüchse.

Wir finden, dass der Namib Naukluft Park zu den schönsten Nationalparks in Namibia gehört.

6 Unberührte Natur im Skelettküste Nationalpark

Der Skeleton Coast Park befindet sich an der Küste im Nordwesten Namibias. Der Name „Das Land, das Gott im Zorn schuf“ wurde von den Skeletten von Walen und Robben abgeleitet, die entlang der Küste gefunden wurden. Wie brutal die Kraft des Ozeans sein kann, siehst Du an den zahlreichen Schiffswracks, die vor der Küste liegen. 

Schiffswrack im Skelettküste Nationalpark

Du kannst mit einem Fahrzeug mit Allradantrieb (4×4) auf den Schotterebenen der südlichen Region des Nationalparks fahren, wo es auch am meisten zu erleben gibt. Wenn Du dich mit deinem Auto Richtung Norden näherst, wirst Du von einem Schild mit einem Totenkopf gegrüßt, denn der nördliche Teil des Parks ist für Fahrzeuge tabu.

Lohnenswert ist auch ein Besuch eines Himba-Village. Es gibt mehrere Touren zur Skelettküste, bei denen du eines der abgelegenen Dörfer besuchen kannst, die von den Himba, dem indigenen Stamm der Kunene-Region, bewohnt werden. Die Himba sind für ihr Überleben auf ihre Rinder, Schafe und Ziegen angewiesen. Sie sind das letzte halbnomadische Volk des Landes und ziehen je nach Jahreszeit umher, um Nahrung zu finden.

Himba im Skeleton Coast Park
Die barbusigen Himba-Frauen benutzen Butterfett und Ockerpaste, um ihre Haut vor der Sonne zu schützen und um sich zu reinigen, ohne Wasser zu verschwenden.

7 Das Schutzgebiet des Bwabwata Nationalpark entdecken

Im Nordosten Namibias lohnt sich der Besuch des Bwabwata National Park, der 6.272 km² groß ist. Er entstand durch die Zusammenlegung der beiden Parks Caprivi-Wildpark und Mahango Game Wildreservat. Das Gebiet wird im Westen vom Okavango-Fluss und im Osten vom Kwando-Fluss begrenzt. Das unter Naturschutz stehende Gebiet ist eine wichtige Wanderroute für den afrikanischen Elefanten und einige andere Wildarten. Etwa 5.500 Menschen leben in dem Park, der ein ungewöhnliches Schutzgebiet ist. Die Parkbewohner und Anrainer werden in die Planung und Verwaltung des Parks einbezogen.

Bwabwata Nationalpark

Liste der Nationalparks in Namibia

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  • ǀAi-ǀAis Hot Springs Game Park
  • Bwabwata National Park
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  • Etosha National Park
  • Khaudum National Park
  • Mangetti National Park
  • Mudumu National Park
  • Namib-Naukluft National Park
  • Nkasa Rupara Nationalpark
  • Skeleton Coast National Park
  • Tsau ǁKhaeb National Park
  • Waterberg Plateau Park

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